Wappen von Börfink

                                      

              In schräglinksgeteiltem Schild vorne rot-silber geschacht, hinten in schwarz ein goldenes Köhlerfeuer.

              Der vordere Schildteil verweist auf die ehemalige Zugehörigkeit zur hinteren Grafschaft Sponheim,

              Oberamt Birkenfeld. Das Köhlerfeuer nimmt zur Entstehung der Gemeinde Bezug:  Rechts der Trau  

              auf der gegenwärtigen Ortsstelle habe ein gewisser Balduin Hartmann die erste  Köhlerhütte,

              genannt nach seinem Rufnamen Balduinshäuschen, errichtet.

             

              Genehmigungsurkunde der Bezirksregierung Koblenz vom 5. September 1972.  

                          

              Zur Geschichte des Hochwaldortes Börfink  nach Dr.Ing. Hans-Eugen Bühler, Rheurdt

             Börfink zählt zu den Hüttendörfern des Hunsrücker Hochwaldes, die als Folge einer blühenden
           
 Eisenindustrie im 18. Jahrhundert gegründet wurden. Der Ort ist die jüngste Holzhauer und
             Kohlenbrennersiedlung
des Hochwaldes.

             Die Bezeichnung Börfink, zuerst auch Boerfinks- oder Bierfinkshütten genannt erscheint als Ortsnamen
             erstmals im Jahre 1769 im Taufregister des katholischen Kirchenbuches Birkenfeld
. Bereits
             3 Jahre später wird angegeben, dass im Ort 9 Familien ansässig seien.
             Als Gründung des Ortes wird laut den Arbeiten von "Saueressig", "Mertens", "Schubert" und "Pfeiffer"
             ebenfalls die Zeit um 1770 angeben.
             Beträchtlich jünger als Muhl ist Bier(bör)fing, das auch nicht wie Muhl und Züsch eine
             Niederlassung katholischer Wallonen, sondern lutherischer Deutscher war.
             Eine genaue Feststellung des Gründungsjahres kann man deshalb nicht feststellen, da das 1798
             neu angelegte Kirchenbuch der Pfarrei Birkenfeld nach Einziehung durch die Franzosen abhanden
             gekommen ist.
             Zufällig bietet das Züscher Kirchenbuch 2 Anhaltspunkte die wenigstens eine annähernde Fesstellung
             erlauben. 1773 erscheint ein Gevatter Joh. Karl Hartmann sich aufhaltend auf den Baracken hinter
             dem Einschieder Hof. Und 1779 Mari Elisabeth "Hartmännin" des Lorenz Hartmann auf den Bierfincks
             Hütten als "Got" (Patin)
             Folglich war Bierfing schon vorhanden.
             Nach der Karte des Oberamtes Birkenfeld von 1779 die Bierfing genau an der heutigen Stelle zeigt
             und ebenfalls die Angabe von Muhl, bereits 1719 erwähnt, war somit die fragliche Niederlassung mit
             Bewilligung               bzw
. auf Anordnug der hintersponheimischen Regierung kurz vor 1773 entstanden,
             anfangs noch namenlos zwischen 1773 und 1779 die Birfingshütten genannt.
             Laufende Eintragungen und Amtshandlungen verzeichnet das evangelische Kirchenbuch in Birkenfeld
             und Allenbach ab 1774
 und das katholische ab 1779 .   

             

              Ungefähr auf die gleiche Gründungszeit führt auch, was man sich über Bierfing über die Art seiner
              Entstehung erzählt…. Zuerst habe auf der gegenwärtigen Ortsstelle rechts der Tran (Traun) ein
              gewissser Balduin Hartmann seine Köhlerhütte errichtet und nach seinem Namen habe man sie
              Balduinshäuschen genannt. Danach hätten sich seine Brüder Kasper und Peter bei ihm angesiedelt,
              die noch weiter im Walde als Kohlebrennner gehaust und deren Namen dem Kasparsbruch
              und Kolenpetersbruch ihre Namen gegeben hätten. Zu den 3 Brüdern seien noch 4 weitere Köhler
              oder Hozhauer gezogen die bis dahin –wahrscheinlich aber nicht sehr lange- links der Traun
              bei dem Guten Born gesessen hätten und so sei die Siedlung anfangs aus 7 Haushalten bestanden.
             
              Zu den letzten 4 Zuzüglern gehörte eben auch Lorenz Hartmann, der Vater der 1779 erwähnten Patin
              Mari Elisabeth Hartmann,
der selbst der Sohn von Jost Hartmann auf dem Ruppelstein –
              infolge der Aufhebung von Schneidershütten i.d.J 1759-61 mit seiner Familie zuerst noch zu seinen
              Eltern auf den Ruppelstein oder auch sogleich auf den sog. Birfing (Links der Traun) gezogen
              und der zutreffenden Behautung gemäß die „Hartmänner“ auf dem jetzigen „Birfing“ seien allegar
              verwandt miteinander, ein Vetter der erstgenannten 3 Brüder Hartmann war.